Flächen-
versiegelung
Flächenversiegelung – ein komplizierter Begriff
Was steckt dahinter?
Stell dir folgendes vor: Auf einer Wiese wird ein Parkplatz gebaut. Dafür muss der obere Teil der Wiese entfernt werden. Dann kommen Schotter und Kies auf die Fläche und werden festgewalzt (verdichtet). Zum Schluss wird die Oberfläche asphaltiert. Der Boden ist dann wasser- und luftdicht abgedeckt. Man sagt: Die Fläche ist VERSIEGELT. Dasselbe passiert auch, wenn Wohnhäuser, Fabriken, Bürogebäude oder Straßen gebaut werden.
Welche Effekte hat es, wenn Boden versiegelt wird?
Wasser kann nicht mehr versickern
Eine Wiese kann Regenwasser aufsaugen wie ein Schwamm. Das nennt man versickern. Das Wasser wird dann durch die verschiedenen Schichten des Bodens gefiltert, gelangt ins Grundwasser und kann schließlich als Trinkwasser von uns verwendet werden. Auf der versiegelten Fläche kann das Regenwasser nicht versickern. Es fließt durch den nächsten Gully in die Kanalisation. Dadurch steigt das Risiko für ein HOCHWASSER.
Versiegelte Flächen heizen sich stark auf
Die Versiegelung einer Fläche hat auch einen Effekt auf die TEMPERATUR. Dir ist vielleicht schon mal aufgefallen, dass sich Straßen und bebaute Flächen ganz schön aufheizen. Viel mehr und schneller als Wiesen, Wälder und Grünflächen.
Das Bodenleben stirbt

Schließlich gibt es auch einen Effekt auf die BODENFAUNA also die Tierwelt des Bodens. In einer Handvoll Erdboden leben mehr Bodenlebewesen als es Menschen auf der ganzen Welt gibt. Die meisten davon sind winzig klein und mit bloßem Auge nicht sichtbar. Mehr über die Bodenbewohner und ihre Aufgaben erfährst du hier. Wenn der Boden versiegelt ist, also dauerhaft von Luft und Wasser abgeschlossen ist, kann die Bodenfauna nicht überleben. Der Boden wird unfruchtbar.
Wenn zu viel Boden versiegelt ist, ist das ein Problem! Wo immer möglich, sollte es vermieden werden, Boden zu versiegeln.



