10 Jahre Blühender Naturpark
Lebensraum für Insekten schaffen
Dafür setzt sich der Naturpark zusammen mit vielen Helferinnen und Helfern mit seinem Projekt „Blühender Naturpark“ ein. Und das nun schon seit zehn Jahren. Doch warum ist das so wichtig? Gerade für uns Menschen? Und wie kannst du selbst dabei mitmachen? Das erfährst du hier.
Insekten: Kleine Helfer der Natur
Insekten wie Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Käfer helfen den Pflanzen dabei, neue Früchte und Samen zu bilden.
Wenn eine Biene auf einer Blüte landet, bleibt feiner Blütenstaub – der Pollen – an ihrem Körper hängen. Fliegt sie danach zu einer anderen Blüte, transportiert sie etwas von dem Pollen in diese Blüte. Wir sagen dazu Bestäubung.
Die Bestäubung ist die Voraussetzung dafür, dass aus Blüten Früchte mit Samen entstehen können.
Wenn es die Insekten nicht gäbe…
Ohne die Bestäubung durch Insekten gäbe es viele leckere Lebensmittel nicht, zum Beispiel: Äpfel, Erdbeeren, Gurken oder Tomaten.
Doch die Insekten helfen damit nicht nur uns Menschen. Auch viele Tiere ernähren sich von Samen und Früchten oder auch von den Insekten selbst.
Die faszinierenden Sechsbeiner sind also sehr wichtig für die Natur und für uns Menschen. Zudem machen sie die Welt abwechslungsreich und bunt.
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Übrigens, mehr zur Bestäubung erfährst du in unserem Wiki-Beitrag
„Von der Blüte zur Frucht“.
Insekten in Gefahr!
Insekten sind wichtig – so viel ist klar. Doch leider sind sie in Gefahr. Denn viele Insekten finden heute nicht mehr genug Nahrung oder sichere Plätze zum Leben. Dafür gibt es viele Gründe:
Zu viele Steine statt Natur: Es werden immer mehr Straßen und Häuser gebaut. In vielen Gärten gibt es Schotterflächen oder Rasen statt blühender Pflanzen. Insekten finden deshalb immer weniger Nahrung und Lebensraum.
Weniger verschiedene Blumen: Früher gab es buntere Wiesen mit vielen verschiedenen Wildblumen. Heute werden viele Flächen zu oft gemäht. Nur wenige Wiesenblumen kommen damit klar. Auch darum finden Insekten weniger Nektar und Pollen. Besonders die Spezialisten unter den Insekten gehen oft leer aus.
Pestizide und Spritzmittel: Manche Mittel gegen Unkraut oder Schädlinge schaden auch den Insekten.
Weniger wilde Ecken: Hecken, alte Bäume oder Totholz werden oft entfernt. Dabei brauchen viele Insekten genau solche Verstecke zum Leben und Überwintern.
Der Klimawandel: Sehr heiße Sommer, Trockenheit oder starke Regenfälle machen es vielen Insekten schwer zu überleben.
So kannst du mithelfen:
Was genau wird im Projekt „Blühender Naturpark“ für die Sechsbeiner getan?
Wir suchen Flächen, auf denen es noch keine Blüten gibt. Dort säen wir viele heimische Wildblumensamen aus. So schaffen wir Lebensraum und Nahrung für die Insekten.
Doch das machen wir nicht allein. Viele Menschen machen beim Projekt mit: Kinder aus Schulen und Kindergärten, Vereine, Städte und Gemeinden, Firmen und Familien.
Gemeinsam legen sie Blumenwiesen an und lernen, warum Insekten für unsere Natur so wichtig sind.




