Die Obstbaum-
blüte im Klimawandel
Und was Opa Kurt seiner Enkelin Marie erzählt, macht auch Bertold sehr nachdenklich.
Die Obstbaumblüte im Klimawandel
Frühere Obstbaumblüte
Durch die Erwärmung des Welt-Klimas ändert sich auch das Klima hier bei uns. Als Opa Kurt ein Kind war, waren die Winter noch länger, kälter und schneereicher. Heute sind die Temperaturen oft schon früher im Jahr frühlingshaft warm. Der Frühling beginnt früher. Und als Folge davon beginnen auch die Obstbäume früher zu blühen. Die Apfelbäume auf Opa Kurts Streuobstwiese blühen etwa zwei Wochen früher als noch in seiner Kindheit. Eigentlich doch schön, oder? Aber die Sache hat einen Haken …
Frühe Blüte, hohes Frostrisiko
Auch in Zeiten des Klimawandels kann es zu Beginn des Frühlings manchmal kalte Tage und frostige Nächte geben. Von Frost sprechen wir, wenn die Temperaturen unter 0 Grad Celsius fallen und es so richtig kalt ist. Dann erfrieren die Obstbaumblüten. Und ihr wisst: Ohne Blüten gibt es später auch keine Äpfel, Birnen, Zwetschgen … Zusammengefasst kann man sagen: Je früher die Obstbaumblüte, desto höher ist auch das Frostrisiko.
Frühe Blüte, kaum Bestäuber
Insekten sind für die Bestäubung der Obstbaumblüten wichtig. Denn ohne Bestäubung keine Früchte.
Blühen die Obstbäume nun früher, passt das nicht mehr so gut zur Flugzeit der Insekten. Dann sind manche Insekten noch im Winter-Modus wenn die Obstbäume bereits blühen und fliegen noch nicht aus. Nicht alle Blüten können dann bestäubt werden und es gibt weniger Früchte.
Hinzu kommt, dass es generell immer weniger Insekten gibt. Also auch immer weniger Bestäuber für unsere Obstbaumblüten. Warum? Dafür gibt es viele Gründe: Der Klimawandel, der Verlust von Lebensraum und der Einsatz von Dünge- und Spritzmitteln in der Landwirtschaft.
Weniger Regen im Frühling
Neben ausreichend Wärme benötigen die Obstbäume gerade im Frühling auch ausreichend Wasser. Nur dann können sie gut wachsen und schöne Früchte bilden. Wetterforschende haben beobachtet, dass durch den Klimawandel bei uns im Frühling oft weniger Regen fällt.
Immer häufiger regnet es auch viele Tage und Wochen am Stück gar nicht oder kaum (= längere Trockenphasen). Die Böden trocknen aus.
All das macht den Bäumen Stress. Sie bilden dann weniger und kleinere Früchte aus. Außerdem werden sie auch anfälliger für Schädlinge und Krankheiten.




