Hecken
Hecken – ein Zuhause für viele Tiere
Haben Hexen etwas mit Hecken zu tun?
Die Wörter klingen ähnlich. Früher glaubten die Menschen, dass Hexen an Hecken oder Zäunen wohnen. Eine Hecke trennte den Garten von der wilden Natur. Deshalb dachten viele, dort würden geheimnisvolle Wesen leben.
Die Vorstellung der Menschen von der sie umgebenden Natur war eben stark vom Aberglauben geprägt.
So verwunschen ein naturnaher Garten auch aussehen mag – heute wissen wir: In Hecken wohnen keine Hexen – dafür aber jede Menge Tiere!
Nahrung und ein guter Platz zum Leben
Hecken bestehen aus Sträuchern und kleinen Bäumen. Sie sind das Zuhause vieler Tiere. Vögel wie die Amsel oder der Zaunkönig (siehe Foto) bauen ihre Nester gut versteckt zwischen den Ästen. Dort sind sie vor Feinden geschützt.
Die Beeren und Früchte vieler Heckenpflanzen sind leckeres Futter für Vögel. Manche, wie Kornelkirschen (siehe Foto) oder Felsenbirnen, schmecken sogar uns Menschen.
Im Laub unter der Hecke finden Igel, Spitzmäuse und Blindschleichen ein sicheres Versteck.
Auch Bienen, Schmetterlinge, Käfer und viele andere Insekten fühlen sich in heimischen Hecken wohl. Sie finden dort Nahrung und einen Platz zum Leben.
Außerdem filtern Hecken Staub aus der Luft, bremsen den Wind und sehen mit ihren Blüten und bunten Blättern wunderschön aus.
Aber Achtung!
Nicht jede Hecke hilft den Tieren, die bei uns leben, gleich gut. Heimische Pflanzen wie Weißdorn oder Schlehe sind echte Tierparadiese. Exotische Pflanzen wie Kirschlorbeer, Bambus oder Thuja (siehe Foto) bieten den meisten heimischen Tieren dagegen kaum Nahrung.
Woran liegt das?
Über sehr lange Zeit haben sich Pflanzen und Tiere aneinander angepasst. Die Tiere, die bei uns leben, ernähren sich also von den Pflanzen, die hier wachsen. Sträucher und Gehölze aus ganz anderen Gebieten mögen zwar im Garten hübsch aussehen, bringen den Tieren aber nichts. Deshalb ist eine Hecke aus heimischen Sträuchern (wie der Weißdorn auf dem unteren Foto) die beste Wahl.





