Erdnistende Wildbienen
Erdnistende Wildbienen
Hast du dir schon mal einen erdigen oder sandigen Boden von Näherem angeschaut? Sind dir vielleicht kleine, runde Löcher aufgefallen? Vielleicht hast du dann Tunneleingänge von Wildbienen entdeckt.
Die meisten unserer heimischen Wildbienenarten nisten nämlich in der Erde.
Dazu gehören zum Beispiel die Sandbienen, die Furchenbienen oder die Schmalbienen. Auf dem Foto siehst du eine Frühlings-Seidenbiene. Sie alle brauchen offene, sonnige und geschützte Erdböden für ihre Brut.
Brutzellen in der Erde
Eine erdnistende Wildbiene gräbt kleine Gänge in die Erde und legt dort ihre Brutzellen an. In die Brutzelle bringt die Wildbiene zuerst Pollen und Nektar und formt daraus einen Futtervorrat. Dann legt sie ein Ei auf dem Proviant ab. Die Wildbiene verschließt die Zelle mit Lehm, Sand, Blattstücken oder Pflanzenhaaren. Gut geschützt unter der Erde kann sich das Ei entwickeln.
Nach einiger Zeit schlüpft aus dem Ei eine Bienenlarve. Diese beginnt direkt zu Fressen.
Wenn Pollen und Nektar verspeist sind, verpuppt sich die Larve in der unterirdischen Brutzelle. Zum Schluss schlüpft eine fertig entwickelte Biene. Auf dem Foto siehst du eine Gelbbindige Furchenbiene.


