Warum muss gemäht werden?
Wie entsteht eine Wiese und wie bleibt sie eine Wiese?
Wiesen entstehen gewöhnlich erst durch Menschen, die sie regelmäßig mähen oder Tiere darauf weiden lassen. (Es gibt Ausnahmen: Bergwiesen und Feuchtwiesen.)
Ohne Beweidung oder Mähen würde die Wiese mit Hecken, Sträuchern und Bäumen zuwachsen.
Das Mähen ist also wichtig, damit die Wiese eine Wiese bleibt. Aber wann und wie oft ist es gut?
Das kommt darauf an, denn Wiesen werden unterschiedlich genutzt:
Will jemand möglichst viel Gras als Tierfutter (zum Beispiel für Silage) ernten, mäht er oder sie die Wiese sehr oft im Jahr.
Gräser und Kräuter der Wiese, die schnell wachsen können, sind hier im Vorteil. Schnell übernehmen sie das Kommando auf der Wiese und verdrängend dabei andere Arten.
Die Wiese ist dann artenarm.
Will jemand möglichst vielen Arten auf der Wiese ein Zuhause geben, mäht er oder sie die Wiese nur ein oder zweimal im Jahr.
Die meisten Gräser und Kräuter haben hier genug Zeit zu wachsen, zu blühen und Samen zu bilden. So können sie Jahr für Jahr aufs Neue Teil der Wiese sein.
Die Wiese ist dann artenreich.
Warum Weshalb Wieso
Weshalb geht es eigentlich nicht ganz ohne Mähen?
Damit Wiesenblumen eine Chance haben. (Spätes) Mähen sorgt für Vielfalt: Mehr Blüten = mehr Nahrung für Insekten.
Warum ist Juli bis September der beste Zeitpunkt zum Mähen?
Die meisten Blumen haben dann ausgeblüht und Samen gebildet, so können sie sich wieder vermehren.
Wieso helfen die richtigen Mäh-Regeln den Wiesenbewohnern?
Wer schön langsam und nicht alles auf einmal mäht, lässt Tieren Zeit, einen Rückzugsort zu finden.
Schon gewusst?
Das Schnittgut soll man nach dem Mähen entfernen, sonst wird der Boden zu „fett“. Viele seltene Blumen gibt es nur wegen der Mahd. Sie vertragen keinen nährstoffreichen Boden und würden sonst verschwinden.

