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Holzschild

Vom Blatt
zur Erde

Vom Kompost und Zersetzern - Wie Humus entsteht

Vom Blatt zur Erde – wie geht das?

Es ist Sommer – die grünen Blätter der Eiche wiegen sich tagein, tagaus im leichten Wind. Die Zeit vergeht schnell.

Der Herbst bricht an und färbt die Blätter bunt.

Bald löst der Herbstwind ein abgestorbenes Blatt vom Zweig. Es segelt zu Boden und gesellt sich zu den anderen welken, braunen Blättern.

Sonne, Wind, Regen und Frost wirken auf das Blatt ein.

Langsam wird seine Oberfläche von Pilzen und Bakterien besiedelt. Sie weichen die Blattoberfläche auf.

Nun kommen Milben und Springschwänze auf den Plan. Sie fressen die Oberfläche an.

Als nächstes sind die Zweiflügler-Larven an der Reihe: sie vergrößern die winzigen Löcher. Es entstehen kleine Fenster im Blatt.

Nun können weitere Mikroorganismen, Pilze und Bakterien in das Blattgewebe eindringen.

Auch Asseln, Nacktschnecken und Tausendfüßler sind nun so weit: sie fressen das Gewebe vom Blatt.

Übrig bleibt nur noch das Skelett der Blattadern.

Doch hier ist noch nicht Schluss: Regenwürmer ziehen das Blattskelett hinab in ihre Gänge.

Sie fressen es auf und zusammen mit körniger Erde wird es in ihrem Körper bei der Verdauung zermahlen.

Einige Blattreste sind von keinem Regenwurm in die Tiefe gezogen worden.  Sie sind nochmal Nahrung für Springschwänze, Milben, Asseln, Fadenwürmer und andere winzige Lebewesen.

Sie zersetzen diese Blattreste in immer kleinere Teilchen.

Am Ende haben noch einmal die Regenwürmer ihren Auftritt: sie wandeln auch die letzten Reste zusammen mit dem Kot der winzigen Tiere und den Bodenmineralien zu fruchtbarer Erde um und scheiden sie als kleine Häufchen aus.

Und was keimt bald darauf in der guten, nährstoffreichen Erde?

Wie fruchtbare Erde im Garten entsteht

In unseren Gärten, in der Gärtnerei oder in der Landwirtschaft sind die Menschen ebenfalls auf die vielen kleinen Zersetzer angewiesen.

Allerdings soll hier möglichst schnell gute Erde entstehen. Die wird gebraucht, damit viel gutes Obst und Gemüse wachsen kann.

Gartenabfälle, Bioreste aus der Küche und Stallmist landen daher entweder auf dem Misthaufen oder im Kompost. Darin entwickelt sich eine starke Wärme.

Diese Hitze hilft beim Verrottungsvorgang. Und nach wenigen Monaten kann der Kompost umgesetzt werden. Am Ende entsteht wunderbar duftender Gartenhumus.

Der wird in Äcker und Beete eingearbeitet. Dort gibt er nicht nur neue Nährstoffe. Er lockert auch die Bodenstruktur auf und hilft, Regenwasser zu speichern.