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Holzschild

Entdeckungen
im und am Bach

Da, wo sauberes Wasser fließt, ist ziemlich viel Leben im Bach.

Zwischen großen und kleinen Steinen finden sich viele gute Verstecke für Wassertiere. Winzige Bachtiere verkriechen sich gern auf die Unterseite der Steine.

Hier kannst du nachlesen, welche Tiere oft gut zu beobachten sind und wie du sie erkennst.

Außerdem stellen sich 3 besondere Vögel vor, die diese Tiere zum Fressen gern haben.

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Erst leben wir im Wasser und später fliegen wir davon!

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Eintagsfliege

Meinen Namen Eintagsfliege hast du schon mal gehört, oder? Der Name Maifliege gefällt mir aber besser. Denn 1 Tag – das stimmt gar nicht!

Wenn ich gerade nicht fliege, sind meine Flügel nach oben geklappt. Vor meiner Verwandlung zum erwachsenen Insekt (Imago) lebe ich mindestens ein Jahr als Larve (Nymphe) am Grunde des Baches.

In dieser Zeit bin ich lichtscheu, darum findest du mich meistens versteckt unter Steinen.

Du erkennst mich an meinen 3 Schwanzanhängen und an den seitlichen Kiemen an meinem Hinterleib.

Beim Wachsen häute ich mich viele Male. Damit ich wachse, fresse ich Algen und tote Pflanzenreste.

Am Ende pumpe ich mich mit Luft voll und steige an die Wasseroberfläche.

Dort schlüpfe ich in nur einer Sekunde aus meinem Panzer und fliege davon.

Nun habe ich noch knapp eine Woche zu leben. In der Zeit muss ich für neuen Nachwuchs sorgen.

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Steinfliege

Ich bin eine schlechte Fliegerin. Bei Gefahr renne ich lieber zwischen den Steinen davon! Dabei liegen meine Flügel flach über dem Körper.

Als erwachsenes Insekt (Imago) habe ich nun 4 bis 6 Wochen Zeit, für Nachwuchs sorgen. Damit ich das schaffe, nehme ich mich vor hungrigen Vögeln in Acht.

Aus meinen im Wasser abgelegten Eiern schlüpfen meine Larven-Kinder (Nymphen). Du erkennst sie an ihren 2 Schwanzanhängen. Sie haben an ihrem Hinterleib niemals seitliche Kiemen.

Den Sauerstoff nehmen sie über die Haut auf oder auch über Kiemen am Vorderkörper. Darum brauchen sie sehr sauberes, frisches Wasser, das schnell fließt.

Bei so schneller Fließgeschwindigkeit ist ihr schmaler, langgestreckter Körper besonders praktisch.

Ein bis 3 Jahre leben meine Larven-Kinder unter Wasser. Während des Wachsens häuten sie sich immer wieder, bis sie etwa 3 Zentimeter groß sind.

Dann ist Zeit für die große Verwandlung: sie schlüpfen aus ihrer Hülle und können fliegen… und auf ihren 6 Beinen davon rennen.

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Köcherfliege

Manche nennen mich auch Wassermotte, denn meine Flügel stehen wie bei Motten dachförmig nach oben.

Doch viel spannender bin ich als Larve, also vor meiner Verwandlung zum erwachsenen Insekt (Imago).

Als Larve kannst du mich am Bachboden leicht an meinen Behausungen entdecken. Sie sehen aus wie winzige Köcher, daher mein Name.

Diese röhrenartige Hülle baue ich aus winzigen Steinchen. Ich kann mich darin gut vor meinen Fressfeinden verstecken. Außerdem bin ich durch die Köcher viel schwerer. So kann mich die Wasserströmung nicht so leicht davontragen.

Einige Verwandte von mir bauen ihren Köcher aus Blattstückchen oder anderen Pflanzenteilen.

Andere Verwandte von mir leben ganz ohne Köcher und bauen stattdessen feine Seiden-Netze. Sie werden auch „Wassergeistchen“ genannt.

Wir Larven fressen Algen von den Steinen oder modrige Pflanzenteilchen vom Boden.

Beim Wachsen müssen wir uns immer wieder häuten, denn unsere Panzerhülle wächst nicht mit. Wenn wir mit 3 Jahren unsere Endgröße (bis zu 45 mm) erreicht haben, schlüpfen wir.

Als erwachsene Köcherfliegen leben wir nur wenige Wochen… so lange, bis wir für Nachwuchs gesorgt haben, wenn uns vorher kein Vogel frisst.

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Wir gehören zu den Krebsen!

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Flohkrebs und Bachflohkrebs

Ich habe 7 Beinpaare, aber laufe nicht auf ihnen.

Am Boden bewege ich mich ruckartig in Seitenlage vorwärts. Das sieht aus wie kleine Hüpfer. Vielleicht kommt daher die Bezeichnung FLOHkrebs.

Wenn ich frei im Wasser schwimme, dann immer aufrecht. Damit mich die Wasserströmung nicht fortträgt, ist mein Körper seitlich abgeflacht.

Zur Sicherheit halte ich mich am liebsten zwischen herabgesunkenen Blättern am Gewässergrund auf. Dort finden mich meine Fressfeinde nicht ganz so schnell und ich kann mich in Ruhe vom modrigen Laub ernähren.

Manchmal findest du uns 1-2 cm kleine Tierchen im Doppelpack: der Größere von uns beiden ist ein Männchen und die Kleinere von uns beiden ist ein Weibchen.

Wenn du uns in sehr sauberem Wasser findest, sind wir wahrscheinlich Bachflohkrebse.

Weil wir sehr empfindlich auf Verschmutzung reagieren, sind wir Zeigertiere für eine gute Wasserqualität.

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Wir haben die Tierchen im Bach zum Fressen gern!

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Wasseramsel

Ich bin hierzulande der einzige Singvogel, der Tauchen und Schwimmen kann!

Meine Lieblingsspeise sind Fliegenlarven und Flohkrebse. Die finde ich besonders gut zwischen den Steinen am Grunde von sauberen Bächen.

Darum kannst du auch mich besonders gut an schnell fließenden, sauberen Bächen beobachten.

Typisch für mich ist das „Knicksen“: Ich gehe immer wieder ganz kurz in die Hocke. Mein Gefieder ist braun und du erkennst mich gut an meinem leuchtendweißen Latz.

Meine 4-6 Jungen brüte ich gut versteckt im Uferbereich aus. Störe mich dort nicht!

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Bachstelze

Im Winter halte ich mich lieber in wärmeren Gegenden auf, aber schon im März kannst du mich beobachten.

Am Bachufer oder im flachen Wasser stolziere ich auf meinen langen Beinen besonders gern über den Boden.

Mein langer schwarzweißer Schwanz wippt dabei auf und ab. Daher kommt auch mein Spitzname „Schwippschwänzchen“.

Dort suche ich nach meiner Lieblingsspeise: Insekten und ihre Larven, Würmer, Spinnen und Flohkrebse.

Mit meinen „dschiwid“-Rufen verteidige ich mein Revier.

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Eisvogel

Wenn du mich siehst, dann ist auf jeden Fall ein gesunder Bach oder Fluss in der Nähe!

Mit meinem bunten, schillernden Gefieder, meinem langen und kräftigen Schnabel und meinem kurzen Schwanz kannst du mich nicht verwechseln.

Am Wasser sitze ich am liebsten auf einem höheren Beobachtungsplatz, zum Beispiel einem Zweig oder Ast, der übers Wasser ragt.

Von da halte ich Ausschau nach meiner Lieblingsspeise: kleine Fische, Wasserinsekten, Insektenlarven, Kleinkrebse und auch Kaulquappen. Habe ich etwas entdeckt, tauche ich blitzschnell wie ein Pfeil ins Wasser.

Mit etwas Glück ergreife ich meine Beute mit dem Schnabel. Oft geht es aber daneben und ich brauche Geduld für einen neuen Anlauf.

Um eine Partnerin für Nachwuchs zu gewinnen, mache ich ihr kleine Geschenke: ich serviere ihr die besten Happen direkt in den Schabel!

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